5 praktische Tipps für einen schnellen Frühjahrsputz

Die Tage werden langsam wieder länger, das Thermometer klettert gemächlich den niedrigeren zweistelligen Temperaturen entgegen. Der Frühling steht vor der Tür. Sinnbild für den Neuanfang mit all dem neuen Grün, den bunten Blüten in der Natur, die aus dem Winterschlaf wiederaufzuerstehen scheint. Welche Jahreszeit würde sich also besser dafür eignen, auch den Muff des vergangenen Jahres aus der Wohnung zu vertreiben, als der Frühling?

Der Großputz mit Tradition

Der Frühjahrsputz hat vielerorts Tradition. Schon die alten Römer widmeten sich zu Beginn des Frühlings dem Großreinemachen. Der jährliche Großputz wurde aus der schieren Notwendigkeit heraus geboren. Wer einen offenen Kamin sein eigen nennt, kann ein wenig nachvollziehen, woher der Drang zum Frühjahrsputz rührte.

Die in den Wintermonaten angesammelten Rußreste, Aschepartikel und Staubablagerungen mussten raus. Warum ausgerechnet zum Frühjahr? Weil mit Beginn des Frühlings die Heizperiode endet und sich der Großputz erst jetzt richtig lohnte.
5 praktische Tipps für einen schnellen Frühjahrsputz
Foto von www.hailo-home.de

Braucht man denn dann heutzutage überhaupt den Frühjahrsputz noch?

Ob der Frühjahrsputz heutzutage noch notwendig ist, daran scheiden sich die Geister. Einerseits kann man durch regelmäßiges und strukturiertes Putzen der Wohnung die Sauberkeit ganzjährig gewährleisten. Und wer nicht gerade mit offenem Feuer heizt und kocht, braucht auch keine winterlichen Aschereste aus dem Mauerwerk entfernen.

Der Frühjahrsputz ist längst eher zum Symbol geworden. Symbol für die Aufbruchsstimmung, die die Jahreszeit verbreitet. Symbol für die Frische, die nach der Dunkelheit, Kälte und Heizungsluft bedingten Trockenheit wieder Einzug hält – in die eigenen vier Wände und ins Leben allgemein.

Und ein Mal im Jahr auszumisten schadet ja nun auch nicht unbedingt.

Wem der Großputz zum Frühling zu aufwändig ist, kann mit diesen Tipps effizient groß reinemachen:

1. Den richtigen Tag aussuchen

Am einfachsten lässt sich der Frühjahrsputz bewerkstelligen, wenn er an einem Tag komplett erledigt wird. Das erhöht die Erfolgsaussichten und man braucht sich nicht vor mehr als einem Tag zu fürchten.

Ideal ist etwa der Samstag. So kann der Frühjahrsputz zum Familienhappening gemacht werden. Wenn alle mithelfen, geht´s erstens schneller. Zweitens kann das Putz-Event perfekt geplant werden. Etwa mit gut sichtbaren Listen, die dann Punkt für Punkt abgearbeitet und abgehakt werden können.

Das gibt Ansporn und schafft Zusammenhalt.

2. Die Atmosphäre muss stimmen – auch beim Großreinemachen

Ein üppiges Frühstück im Kreis der gesamten Familie oder WG sorgt für einen guten Start in den Frühjahrsputz. So können letzte Verantwortlichkeiten und Abläufe abgesprochen werden und es schweißt zusammen.

Sobald der letzte Kaffee ausgetrunken ist, kann der Küchentisch als zentrale Anlaufstelle hergerichtet werden. Reiniger, Utensilien und Haushaltsmittelchen kann man hier bereitstellen. So hat jeder Zugriff auf alles, wenn es benötigt wird. Danach wird´s zurückgestellt.

Mit Musik geht´s leichter: Man muss nun wirklich kein Mixtape für den Frühjahrsputz zusammenstellen. Aber das Radio einfach mal ein bisschen lauter aufdrehen als sonst. Eine Playliste im Computer oder über Streamingdienste spielt die Gutelaunemusik aller ab. So wird der Putz zum Tanz für alle Beteiligten.

3. Fenster putzen im Schnelldurchlauf

Feuchte Mikrofasertücher hinterlassen Wasserflecken, Spülschwämme feine Kratzer auf dem Fenster. Davon also Finger weg.

Stattdessen eignet sich Glasreiniger oder stinknormales Spülmittel in Kombination mit einem Gummiabzieher perfekt für ein fixes Fensterputzen. Damit spart man sich auch den zweiten Eimer Wasser zum Nachwischen – das ist ökologischer und ökonomischer.

Wenn Mikrofasertuch, dann anstelle eines Fensterleders. Also nur zum Wegpolieren eventueller Streifen vom Gummirand des Abziehers.

4. Gardinen und Heimtextilien reinweiß kriegen

Die Kuscheldecke, die in der kalten Jahreszeit treue Dienste geleistet hat, die Gardinen, denen die Heizungsluft schwer zugesetzt hat: So werden sie im Handumdrehen strahlend weiß.

Natürlich kann man Spezialreiniger und Gardinenwaschpulver besorgen. Doch warum die Putzroutine unterbrechen, wenns doch super Haushaltsmittel für weiße Heimtextilien gibt?

Das Waschpulver mit Backpulver vermengen und den Weichspüler durch Essigessenz ersetzen spart den Gang zum Drogeriemarkt und lässt Verfärbungen keine Chance.

Wer sich dann noch einen schönen Sonnentag für den Frühjahrsputz ausgesucht hat, kann die Gardinen, Bettlaken und Kuscheldecken gleich noch lufttrocknen lassen. Das bringt eine tolle Frühlingsfrische ins Haus.

5. Polster, Matratzen und Teppiche frühlingsfit machen

Auch in Polstermöbeln wie Sofas und Teppichen setzt sich der Staub aus der Heizungsluft ab. Natron sagt dem Wintermuff im Wohnzimmer den Kampf an. Wer einen Handdampfreiniger besitzt, kann seiner Couch damit zu Leibe rücken.

Alternativ können Matratze und Co. mit Natron bestreut werden. Das Pulver muss dann nur mit feuchten Putzschwämmen ins Polster eingearbeitet werden. Sobald es getrocknet ist, kann man die Natronreste ganz bequem mit dem Staubsauger entfernen. Flecken weg, Farben aufgefrischt und ein neutraler Duft sind die Folge.

Extratipp: Um das Natron gut einwirken und trocknen zu lassen, sollte man die Behandlung der Polstermöbel zu allererst durchführen. In der Zwischenzeit kann man sich den andren Räumen widmen.

Übrigens: Matratzen sollten bei geöffneten Fenstern und Balkontüren hochkant schräg aufgestellt werden, Sitzpolster von Couch und Sessel ebenso. So können sie gut auslüften.

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