Das Comeback der Wasserbetten

Als in den 1960er Jahren das Wasserbett erfunden wurde, haftete ihm – wohl auch zeitgeist-bedingt – schnell ein etwas frivoler Ruf an. Das Marketing schlug in diese willkommene Kerbe und bewarb die innovative Matratze als sexy-schicken Schlafstil. Sexy war an den ersten Wasserbetten aber tatsächlich recht wenig. Mussten man doch die Matratzen mit dem Gartenschlauch befüllen, mit einer Pumpe das Wasser ablassen und riskierte jederzeit, dass das Material der Dauerbelastung nachgab. Auch die Bettgestelle, die für eine mit Wasser gefüllte Matratze nötig waren, hatten wenig von dem sexy Image, womit für Wasserbetten geworben wurde.

Mit dem Aufkommen innovativer Materialien wie Memory Foam und Latex Anfang der 1990er Jahre verlor das Wasserbett zunehmend an Attraktivität für den Verbraucher. Aber auch auf dem Wasserbettenmarkt ist die Entwicklung natürlich nicht stehen geblieben. Die Matratzen bestehen längst ebenso aus leichtgewichtigen Schaummaterialien wie herkömmliche Bettpolster. Auch der einst aufwändige Austausch des Wassers ist handlicheren und effizienteren Methoden gewichen.
Das Comeback der Wasserbetten

Gründe, die für ein Wasserbett sprechen:

Wasserbetten sind die einzige Schlafunterlage, bei der die Temperatur individuell regulierbar ist. Das ist ideal für alle, die bei hohen Außentemperaturen, wie etwa im Sommer, nicht richtig schlafen können. Und mindestens genauso perfekt für jeden, der ein warmes Bett braucht, um in den Schlaf zu finden. Heizdecke ade! Und keine Sorge: Für Doppelbetten sind Dualsysteme erhältlich, die über zwei separate Wasserkammern mit jeweils eigenem Temperaturregler verfügen. Moderne Varianten lassen sich außerdem ohne großen Aufwand in bestehende Bettgestelle integrieren – es muss also nicht mehr, wie früher, ein Wasserbetten geeignetes Bettensystem erworben werden.

Bei herkömmlichen Matratzen kommt man um ein Probeliegen nicht herum. Und oft stellt sich auch erst nach einigen Tagen oder Wochen heraus, ob man auf der erworbenen Matratze wirklich gut schläft. Andernfalls steht ein erneuter Wechsel, eine erneute Probephase bevor. Ein Wasserbett lässt sich durch die Wassermenge besser, einfacher und weniger aufwändig an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Mehr Wasser stabilisiert die Unterlage, weniger Wasser macht die Matratze weicher.

Wasserbetten sind allergieverträglich und hygienisch

Für Milben sind Wasserbetten absolut unattraktiv. In einer regulären Matratze sammeln sich im Laufe der Zeit Schweißrückstände, Haarpartikel und Schuppen. So entsteht ein regelrechtes Büffet für die nur millimetergroßen Spinnentierchen, die sich im Matratzenmaterial häuslich eingerichtet haben.

Die Materialien, die bei Wasserbetten verarbeitet werden, haben eine andere Oberflächenstruktur. Milben finden darin weniger Nahrung und schlechter Unterschlupf. Das erschwert auch deren Vermehrung. Dank des Vinyls der Wassermatratze können sich im Gegensatz zu anderen Matratzen keine Hautschuppen, Pilze, Hausstaubmilben und Ähnliches in der Wassermatratze einnisten. Durch das Entfernen der Matratze mit einem Vinylreiniger bleibt Ihre Matratze fleckenfrei und in einem Top-Zustand. Und was ist, wenn man seekrank wird? Moderne Wasserbetten bieten rückenschonenden Schlafkomfort. Aber viele Verbraucher schrecken die „Wellen“ ab, die das Wasser in der Matratze bei jeder Bewegung schlägt. Der Einsatz modernster Technik und Materialien wie Stabilisierungsmatten und Lendenwirbelstützen in der Wassermatratze dämpft auch bei unruhigen Schläfern effektiv alle Vibrationen im Wasser.


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