Das perfekte Raumklima

Ein gutes Raumklima ist wichtig. Für die Räume selbst, aber auch für unser Wohlbefinden und vor allen Dingen für unsere Gesundheit. Während viele Menschen in den Sommermonaten ganz von selbst Türen und Fenster öffnen, wird das im Winter lieber vermieden. Klar, draußen ist es kalt, in der Wohnung wohlig warm. Doch besonders im Winter schafft man so ein Ungleichgewicht zwischen dem Klima draußen und in der Wohnung. Heizungsluft, wenig Zirkulation und in Küche oder Bad gerne zu hohe Feuchtigkeit machen müde, schlapp und krank. Außerdem sind geschlossene Räume gerade in der kalten Jahreszeit anfällig für Schimmelbefall. Dieser wiederum stellt ein weiteres Gesundheitsrisiko für uns dar. Wie also sorgt man für das richtige Raumklima?
Raumklima Raumluft Luftentfeuchter
Fotos von www.tretford.eu

Richtig lüften

Im Sommer bieten sich für das richtige Lüften die frühen Morgen- und späteren Abendstunden an. Dann ist die Außenluft weniger feuchtwarm und kann das Raumklima bestens auffrischen. In den warmen Monaten des Jahres dürfen die Fenster gerne auch länger sperrangelweit offen stehen. Wer die Möglichkeit zum sogenannten Querlüften hat, also zwei gegenüberliegende Fenster öffnen kann, tut gut darin, dies auch zu nutzen. Das sorgt für einen idealen Luftaustausch in der Wohnung. Tipp: Ist dies nicht möglich, kann ein Ventilator das fehlende, gegenüberliegende Fenster ersetzen.

Aber auch im Winter muss gelüftet werden. Hier sollte man allerdings darauf achten, die Fenster immer nur minutenweise, dafür aber in regelmäßigen Abständen zu öffnen. Die Heizung sollte in dieser Zeit ausgestellt werden. Ein Kardinalsfehler wäre, Fenster im Winter längere Zeit geöffnet zu lassen. Erstens kühlt nämlich der Raum aus und zweitens entzieht dauerhafte Winterluft dem Raum zusätzlich Feuchtigkeit. Trockene Luft im Raum entzieht aber auch uns Feuchtigkeit. Trockene Haut und rissige Hände sind die Folge davon. Räume, wie Küche und Bad, in denen viel Feuchtigkeit entsteht, besser ein paar Mal öfter lüften.

Die richtige Luftfeuchtigkeit

Um Krankheiten und Schimmel vorzubeugen, ist die richtige Luftfeuchtigkeit essenziell. Denn nur ein perfektes Raumklima beugt der eifrigen Vermehrung von Schimmelsporen, Viren und Bakterien vor. Dabei fühlen sich Viren und Bakterien vor allem bei niedriger, Schimmel und Hausstaubmilben sich bei höherer Luftfeuchtigkeit besonders wohl. Es ist also ratsam, die Balance zu finden.

Der Idealwert der Luftfeuchtigkeit sollte in geschlossenen Räumen bei 40 bis 60% liegen. In grundsätzlich feuchteren Räume wie Küche, Bad und Keller bei 50 bis 70%. Der Richtwert für die perfekte Raumtemperatur liegt bei etwa 20 Grad, darf im Schlafzimmer aber gern auch etwas darunter liegen. Messen lässt sich dieser Wert mit einem Hygrometer, den man an die Wände anbringen kann.

Ist die Luftfeuchtigkeit aus dem Gleichgewicht, steigt außerdem der Kohlenmonoxidgehalt in der Luft. Raucher, die in der Wohnung rauchen, potenzieren den CO-Level noch zusätzlich. Zu viel Kohlenstoffmonoxid in der Luft macht uns müde und antriebslos. Die Folge sind Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel. Nur Zirkulation und der richtige Feuchtigkeitswert können die Raumluft wieder mit dem nötigen Sauerstoff anreichern.

Tipps zur Verbesserung des Raumklimas

Zusätzlich zum regelmäßigen (Stoß-) Lüften kann man das Raumklima auch durch Hausmittelchen, Pflanzen oder Raumdüfte wunderbar verbessern. Und damit das allgemeine Wohlbefinden steigern. In feuchten Räumen können beispielsweise Schalen mit Salz oder Reis zusätzlich Abhilfe schaffen. Zimmerpflanzen mit großen Blättern, etwa Monstera, Gummibäume und bestimmte Kakteenarten sorgen für eine bessere Versorgung mit CO2.

Raumdüfte dagegen verleihen der Wohnung eine persönliche Note und schaffen mit ihrem angenehmen Duft eine individuelle Wohlfühlatmosphäre. Doch Raumdüfte können noch mehr. Gezielt eingesetzt können besonders ätherische Öle auch das körperliche Wohlbefinden steigern. Einige können Erkältungen vorbeugen, den Stresslevel senken oder die Laune heben. So lassen sich mit ätherischen Ölen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Technische Hilfsmittel für besseres Klima

Selbstverständlich kann man sich auch die Technologie zunutze machen und mit aufgefeilten Helferlein wie Luftentfeuchtern oder Klimaanlagen für die Verbesserung des Raumklimas sorgen. Klimaanlagen sind wahre Allrounder, sie können je nach Bedarf die Raumluft kühlen oder erhitzen, befeuchten oder trocknen, sie filtern oder austauschen. Ein großer Pluspunkt ist, dass man mit Klimaanlagen gegebenenfalls sogar Heizkosten sparen kann. Unterschiedliche Filter können für das ideale Klima in jedem Raum sorgen und besonders Allergiker können vom Einsatz einer Klimaanlage in hohem Maße profitieren.

Luftentfeuchter schützen besonders effektiv vor Schimmelbefall. Wenn sich die Luftfeuchtigkeit mit herkömmlichen Mitteln dauerhaft nicht senken lässt, kann ein Luftentfeuchter der Retter in der Not sein. Er filtert die Feuchtigkeit aus der Luft und sammelt sie als Kondenswasser in einem integrierten Behälter. So kann man die feuchte Luft ganz einfach im Ausguss entsorgen. Bei der Anschaffung eines solchen Gerätes sollte man allerdings die Raumgröße und Nutzung beachten. Für das perfekte Raumklima, darf man den passende Luftentfeuchter nicht zu groß und nicht zu klein auswählen.

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