Das Sparpotential des Internetanschlusses erkennen

Egal, ob Smart Home oder nicht: An einem Internetanschluss für Zuhause kommt man heute kaum mehr vorbei. Für den Nachwuchs dient es zur Recherche für Hausarbeiten, bei Selbstständigkeit ist es im Home Office unabdingbar und aus dem Home Entertainment ist es sowieso nicht mehr wegzudenken. Viele Deutsche nutzen einen Umzug als Anreiz, sich mit einem Anbieterwechsel auseinanderzusetzen. Zum Beispiel, weil der aktuelle Dienstleister in der neuen Stadt und Region nicht verfügbar ist. Doch ist es zwingend erforderlich, einen vermeintlich günstigen Zeitpunkt abzuwarten, um einen Anbieterwechsel in Betracht zu ziehen? Oft wird vergessen, dass der Internetanschluss, ähnlich der Stromversorgung, auch nennenswertes Sparpotential bietet.
Das Sparpotential des Internetanschlusses erkennen

Wann lohnt sich ein Wechsel und wie erkennt man, ob er sinnvoll ist?

Um herauszufinden, ob sich der Umstieg zu einem neuen Internetanbieter lohnt, ist ein Vergleich immer ein guter Ansatz. Dazu sollte man einige Faktoren kennen:

  • Wie lange ist der aktuelle Vertrag noch gültig?
  • Wie schnell ist die Datenübertragung?
  • Welche Internetgeschwindigkeit reicht für die eigenen Bedürfnisse aus?
  • Welcher Versorger bietet eine zuverlässige Verbindung?
  • Ist der momentane Internetanschluss an andere Services wie Festnetz oder Mobiltarife geknüpft?

Den Vertrag und die Kündigungsfrist kennen

Zwar bieten die meisten Internetanbieter an, den bestehenden Vertrag im Namen und Auftrag der Kunden aufzukündigen. Jedoch macht dies nur dann Sinn, wenn dieser am Auslaufen ist. Die meisten Internetverträge haben eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Ein Anbieterwechsel, wenn der aktuelle Vertrag noch 12 Monate oder mehr gültig ist, ist nicht empfehlenswert. Da wird auch der neue Internetanbieter kaum mitspielen. Außerdem ergeben sich in der Zwischenzeit vielleicht neue, noch günstigere Möglichkeiten.

Die Übertragungsgeschwindigkeit vergleichen

Nicht immer deckt sich die im Vertag versprochene Leistung mit der tatsächlichen Übertragungsrate. Kann der aktuelle Internetanbieter die versprochene Geschwindigkeit nicht gewährleisten, können Verbraucher unter Umständen das Sonderkündigungsrecht geltend machen und so einen früheren Anbieterwechsel forcieren. Die tatsächliche Internetgeschwindigkeit kann mit Onlinetools messen. Sie spielt auch für einen Vergleich der Anbieter eine wichtige Rolle. Nur, wenn der Internetanschluss bei geringeren Kosten gleich schnell ist, lohnt es sich, einen Wechsel anzustreben.

Wie schnell muss der Internetanschluss überhaupt sein?

Braucht man die höchste Datenübertragungsrate wirklich? Das hängt davon ab, wie viele Nutzer im Haushalt den gleichen Internetanschluss nutzen und wozu man die eigenen Internetverbindung hauptsächlich verwendet. Wird das Netz als Alternative zum Fernsehanschluss verwendet, zum Musik streamen oder nur als Informationsmedium? Je nach Auslastung reichen für simple Büro-Arbeiten auch etwas langsamere Verbindungen völlig aus. Die Geschwindigkeit schlägt sich auch im Preis nieder und bietet somit großes Sparpotential. Eine gute Möglichkeit, sich darüber neutral zu informieren, stellen Vergleichsseiten wie onlinekosten.de dar.

Wie steht es um die Zuverlässigkeit und Qualität der Versorgung?

Bei einem Vergleich sollten Verbraucher unbedingt auch Faktoren wie den Kundenservice und die Gesamterfahrungen anderer Kunden in ihre Überlegungen mit einfließen lassen. Gab oder gibt es gravierende Versorgungsprobleme oder häufige Ausfälle? Rezensionen, Foreneinträge und Bewertungsportale gehen Aufschluss darüber, wie kundenorientiert der in Betracht kommende neue Internetanbieter ist. Merkmale sind etwa die telefonische Erreichbarkeit und das Angebot einer kostenlosen Service-Hotline.

Alle Komponenten, die Vertragsgegenstand sind, analysieren

Oftmals sind der Internetanschluss, das Festnetz und sogar Mobilfunktarife miteinander gekoppelt. Viele Anbieter reduzieren etwa die Kosten für die Internetversorgung, wenn Kunden auch eine Simkarte oder einen Festnetzanschluss in Anspruch nehmen. Ist das beim neuen potentiellen Anbieter nicht der Fall, müssen die entstehenden Zusatzkosten für Mobilfunk und Festnetz bei der Überlegung berücksichtigt werden. Es reicht in diesem Fall also nicht, nur die Internetgeschwindigkeit und Versorgungsqualität im Wohnort als Vergleichswerte heranzuziehen. Man muss sich dann auch mit einem möglichen Anbieterwechsel für Handy und Festnetz auseinandersetzen und alle einzelnen Kostenpunkte zusammenrechnen. Erst dann ergibt sich ein vollständiges Bild über das mögliche Einsparpotential.

Foto von Carl Heyerdahl bei Unsplash

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