Die 3 innovativsten Smart-Home-Lösungen der IFA 2017

Anfang September fand in Berlin wieder einmal die Internationale Funkausstellung statt. Und auch dieses Jahr stand sie ganz im Zeichen innovativer Ideen, die uns den Alltag zunehmend erleichtern sollen. Während viele Smart-Home-Innovationen vorrangig Updates bereits bestehender Funktionalitäten und Devices waren, konnten die Besucher der IFA 2017 dennoch auch einige spannende Neuentwicklungen entdecken. Halle 26 stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Smart-Home-Konnektivität.

Die Trends der Smart-Home-Branche auf der IFA 2017

Vorreiter der Smartlösungen ist und bleibt natürlich die Entertainment-Elektronik. Hier zeichnet sich ein anhaltender Trend zu stets flacheren Smart-TVs ab. Einige Fernseher bieten nun auch eine Funktion an, in der sie im Standby-Modus zu Bilderrahmen werden. Die digitalen Bilder historischer Gemälde können aus einem passenden Shop ausgewählt und heruntergeladen werden. Damit ist der Smart-TV nicht mehr nur Bildschirm sondern auch Dekoelement.
Die 3 innovativsten Smart-Home-Lösungen der IFA 2017
Foto von www.miele.de

Weitere Entwicklungen zielen vor allem auf die Selbstoptimierung, Fitness und Gesundheit ab. So etwa per App steuerbare Hörgeräte für Kinder, die damit auch die Nutzung von Lernprogrammen erlaubt, die hörgeschädigten Kindern bisher verwehrt blieb. Außerdem erleichtert sie das Einstellen der Hörgeräte und das Telefonieren. Ebenfalls neu ist das wasserfeste Gehäuse eines Fitnesstrackers mit besonders potentem Akku, der auch im Schwimmbad nicht abgelegt werden muss.

Außerdem stellten die Aussteller auf der IFA 2017 smarte Lösungen für den Haushalt vor. Darunter etwa Waschmaschinen mit zwei Trommeln, die den Waschvorgang verkürzen, Smartphone kompatible Kaffeevollautomaten, intelligente Bügeleisen, die das Wäschematerial selbstständig erkennen und die perfekte Temperatur einstellen, WLAN-Türklingeln, die den Hausbesitzer per App informieren, wenn jemand Zuhause vor der Tür steht oder smarte Kühlschränke, die ihren Inhalt per App auf das Smartphone kommunizieren, damit man weiß, was man einkaufen muss.

Jede Menge coole Smart-Home-Innovationen, die sich auf der IFA 2017 die intelligente Klinke in die Hand geben. Aber welches sind denn nun die coolsten Innovationen im Smart-Home-Bereich?

Die Top 3 der Smart-Home Innovationen von der IFA 2017

Für die drei innovativsten Smart-Home-Lösungen verlassen wir bewusst einmal den Bereich der Unterhaltungselektronik. Die Branche ist zwar treibende Kraft und eines der stärksten Standbeine der Smart-Home-Industrie, doch zu einem intelligenten Zuhause gehören noch jede Menge weiterer Bereiche. Etwa Möbel, die Strom erzeugen oder Tablets und Smartphones durch bloßes Auflegen aufladen. Oder intelligente Beleuchtungsmethoden und smarte Betten. Darum sind die Top 3 der diesjährigen IFA-Innovationen in Sachen Smart Home diese hier:

1. Smarte Spiegel
Smarte Spiegel
Foto von www.dirror.com

Gleich zwei Hersteller haben auf der IFA 2017 smarte Spiegel vorgestellt: Der Smart Mirror von Hisense bietet die Möglichkeit, sozusagen, während dem Zähneputzen die ans Netzwerk angeschlossenen Smart-Home-Devices im Rest des Hauses zu steuern, während dem Anziehen die Wetterlage zu checken oder Mails, News und Termine zu managen. Außerdem ist der sensorgesteuerte Smart Mirror auch ein Fitnesstracker, der mit diversen Apps und Programmen kompatibel ist, wodurch der Besitzer seine Gesundheit und sein Aussehen gleichermaßen im Blick hat.

Der zweite smarte Spiegel hört auf den Namen Dirror und ist ein Touch-Gerät, auf das das Betriebssystem Windows 10 aufgespielt ist. 128 GB Speicher, 4 GB Ram, sowie mehrere kabellose Schnittstellen (Bluetooth, WLAN, Lautsprecher) machen Dirror zu einem voll funktionsfähigen Touch-Computer. Da werden Binge-Watching-Abende beim gemütlichen Baden zu einem ganz neuen Erlebnis. Darüberhinaus kann man mit Dirror aber natürlich auch Arbeiten und das Smart Home steuern.

2. Intelligente Saugroboter
Die kleinen Dinger sind seit Jahren im Trend und sind äußerst praktisch. Denn nicht nur ist Saugen eine ziemlich lästige Angelegenheit, die keiner gerne macht. Sie ist auch ziemlich zeitaufwändig. Und wer will seinen wohlverdienten Feierabend schon dem lautstarken Staubfresser opfern, wenn der das Saugen doch viel besser allein übernehmen kann, während man bei der Arbeit, beim Einkaufen oder beim Sport ist. Immerhin kommt man dann direkt in ein sauberes Zuhause. Und in den letzten Jahren haben die Saugroboter ordentlich aufgerüstet.

So kann via Live-Kamera am Smartphone oder Tablet nachvollzogen werden, was Zuhause passiert. Das heißt, ein Saugroboter ist nicht nur für ein sauberes Zuhause eine smarte Lösung, sondern auch für ein sicheres. Die Saugroboter speichern sich die Räume in Form von Karten, können Hindernisse überwinden und außer saugen wischen oder bohnern sie den Boden auch. Per App können die Reinigungszeiten festgelegt werden. Sorgloser hat man seinen Urlaub wohl noch nie verbracht. Und kommt direkt in ein frisch gesaugtes, frisch gewienertes Zuhause zurück.
Intelligente Saugroboter
Foto von www.miele.de

3. iHaus vereint alle smarten Lösungen in einer Steuereinheit
Es dürfte der wohl innovativste Ansatz unter dem Smart-Home-Entwicklungen sein. Und sie trägt die ursprüngliche Idee der „Erfingung Internet“ in sich. Statt auf Konkurrenz, setzt die iHaus AG auf Kompatibilität und Kommunikation. Mit der iHaus-App für Mac und Android lassen sich alle Komponenten im smarten Zuhause von einem Endgerät aus steuern – unabhängig vom Hersteller und Betriebssystem. Denn die Idee von Smart Home ist es schließlich, Usern und Kunden das Leben zu erleichtern und nicht, es unnötig zu verkomplizieren.
iHaus
Fotos von ihaus.de

Damit man nun nicht für diverse Smart-Home-Lösungen das passende Smartphone mit dem richtigen Betriebssystem benötigt, um die Devices und Funktionen zu steuern, hat iHaus seine zentrale Steuerungsapp entwickelt. Dank der innovativen App können über 7.000 smarte Produkte von bisher 400 Herstellern hersteller- und systemunabhängig gesteuert werden. Extra-Clou: Die im Smart Home vorhandenen Devices lassen sich gezielt und einzeln per KNX-Schnittstelle in die iHaus-App integrieren. Innovation auf dem Smart-Home-Markt muss also nicht immer zwingend von Superlativen begleitet sein. Sie kann auch ganz still sein, und trotzdem Eindruck schinden.

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