Die Kunst, Kunst Zuhause zu platzieren

Ob Kunstdrucke oder echte Ölgemälde in opulenten Rahmen: wenn es um Kunstwerke an den heimischen vier Wänden geht, könnten die Geschmäcker unterschiedlicher nicht sein. Moderne oder abstrakte Malerei oder doch stimmungsvolle Fotografien und lebendige Postermotive? Die Lieblingskunstwerke in die heimische Einrichtung zu integrieren, kann unter Umständen – etwa nach Umzügen, nach dem Zusammenziehen, einer Neuanschaffung oder Re-Dekoration – eine Herausforderung werden. Da können ein paar hilfreiche Tipps nicht schaden.

Kunst muss zum Bewohner passen

Etwas zu kaufen, weil es zu den Sofakissen oder zum Teppich passt, ist ein No-go. Kunst sollte man kaufen, weil man sich davon instinktiv angezogen fühlt. Wo es dann aufgehangen wird, kann man später noch entscheiden. Ein passendes Plätzchen wird sie schon dafür finden.
Die Kunst, Kunst Zuhause zu platzieren

Es gibt kein „zu klein“

Beim Aufhängen fällt auf, dass das erworbene Bild zu klein ist für die Stelle, für die es gedacht war? Das Problem lässt sich lösen. Man könnte etwa einen ausladenderen Bilderrahmen dafür suchen – so nimmt das Kunstwerk mehr Raum an der Wand ein. Außerdem kann ein kleines Bild in einem großen Rahmen einen echt dramatischen Touch bekommen. Alternativ kann man aus der zu geringen Größe eine Tugend machen: etwa, indem man es niedriger und dezentriert aufhängt. Aus solchen kleinen visuellen Tricks entstehen echte Hingucker.

Bildergalerien kreieren

Mehrere Bilder unterschiedlicher Größen, Formaten und Formen können gebündelt an einer Stelle der Wand toll aussehen. Dafür muss man nicht eine ganze Wandgalerie zusammenstellen – zwei, drei Bilder, die gut zusammenpassen, weil ihre Motive oder Farben ähnlich sind, sind vollkommen ausreichend. Mehrere Bilder in einer kleinen Gruppen an einer Wand können sehr viel effektiver sein, als ein großes Kunstwerk, das für drei Wände wirken muss. Übrigens lässt sich mit solchen Gruppengalerien auch hervorragend spielen: man kann sie etwa über Eck auf zwei Wände verteilen. Oder mehrere kleine über die gesamte Wandfläche verteilen.
Kunst muss zum Bewohner passen

Beziehungen schaffen

Bilder passen überall dort gut, wo sie eine nachvollziehbare Beziehung zu den Möbeln und Accessoires um sie herum eingehen können. Über dem Kaminsims, zum Beispiel, sollte ein Kunstwerk tief genug hängen, dass es nah an den Accessoires auf dem Sims ist, um eine Beziehung mit ihnen eingehen zu können. Bilder dürfen also auch mal so tief hängen, dass der untere Rahmen auf Höhe einer Armlehne des Sessels abschließt. So gehen die beiden Objekte eine spannende Partnerschaft ein, die sehr viel dramatischer wirkt, als wenn das Bild einen Meter oberhalb des Sitzmöbels hinge.

Die richtige Höhe finden

Viele, wenn nicht gar die meisten, Bilder und Kunstwerke wollen generell etwas tiefer aufgehängt werden, als es einem das erste Bauchgefühl weismachen will. Hier gilt: Ausprobieren und überzeugen lassen! Als Mindesthöhe für einen idealen Blickwinkel mittig auf das Bild gelten 1,40 bis 1,50 m oberhalb des Bodens. Wer ein Bild oder Gemälde über eine Couch oder einen Tisch platzieren will, sollte den unteren Rahmenrand circa 30 cm überhalb des Möbelstücks abschließen lassen. Einer der häufigsten Fehler beim Aufhängen von Bildern und Kunst ist es, die Objekte zu hoch zu hängen. Eine allgemein gültige Richtlinie für die Idealhöhe gibt es nicht. Je nach Einrichtungsstil und Zimmer muss man damit ein wenig spielen und sich auf die übliche Perspektive einlassen, die man im entsprechenden Raum einnimmt. Außerdem sollten Bilderrahmen nie genau auf Höhe der Fenster- und Türrahmen abschließen. Besser ist es ober- oder unterhalb.
Kunst im eigenen Zuhause - Inspirationen

Alternativen finden

Bilder müssen nicht unbedingt aufgehängt werden. Vor allem große, auffällige Kunstwerke können auch einfach schräg an eine Wand gelehnt auf dem Boden oder auf einem Sideboard, einer Kommode oder einem Stuhl stehen.


Fotos von https://pullcast.eu

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