Ein gemütliches Gästezimmer für Besucher einrichten

Ein Extraraum Zuhause kann Segen und Fluch gleichermaßen sein. Wer hat nicht schon mal ein solches Zimmer in eine Abstellkammer verwandelt; aus Bequemlichkeit oder aus Ermangelung eines tatsächlichen Abstellraumes?! Dabei bietet ein Zimmer mehr eine perfekte Möglichkeit, um Besuchern und Gästen eine Übernachtungsmöglichkeit mit Privatsphäre bereitzuhalten. Natürlich ist es aufwändiger, ein Gästezimmer zu gestalten, als es zur Abstellkammer umzufunktionieren. Vor allem, wenn es ein kleiner Raum ist. Aber es ist möglich, auch ein weniger großzügiges Zimmer in ein großartiges Gästezimmer zu verwandeln.

Manchmal braucht es gar nicht Viel, damit Besucher sich wohlfühlen. Gut durchdachtes Interior Design lässt auch einen kleinen Raum geräumiger wirken, als er ist. Wenn man der Beleuchtung Beachtung schenkt, Spiegelelemente integriert, kleine Aufbewahrungsmöglichkeiten und Ablageflächen, sowie frische Bettwäsche anbringt, ist schon viel gewonnen. Und mit ein paar hilfreichen Tipps und Kniffen gelingt es jedem, ein ebenso praktisches wie gemütliches Gästezimmer auch auf engstem Raum zu gestalten.
Ein gemütliches Gästezimmer für Besucher einrichten

Das richtige Bett im Gästezimmer

Das Bett ist selbstredend das zentrale Element im Gästezimmer. Die Frage ist nur, was für ein Bett?

Klappbetten sind super praktisch, weil sie wenig Stauraum brauchen, wenn kein Übernachtungsgast da ist. Genau aus diesem Grund sind sie aber auch sehr unbequem, weil sie, um klappbar zu sein, nur mit einer dünnen, qualitativ oft minderwertigen Matratze ausgestattet sind. Wer jemals selbst eine Nacht auf so einem Gästebett verbracht hat, will das seinem Besuch sicher nicht antun.

Ein normales Bett oder gar ein Doppelbett sind besonders in einem kleinen Gästezimmer indes viel zu groß. Sie nehmen zu viel Raum ein und beschränken den Bewegungsradius der Gäste. Gemütlich ist anders.

Alternativ gibt es sehr hochwertige und gute Luftmatratzenbetten. Diese lassen sich durch einen Schaumstofftopper ebenfalls in bequeme Schlafstätten für eine oder wenige Nächte verwandeln. Deren Nachteil ist allerdings, wenn man sie nicht jeden Abend neu aufblasen möchte, dass sie ebenfalls sehr raumgreifend sind. Vor allem, wenn man sich für ein großes Modell entscheidet, auf dem zwei Personen gut schlafen können.

Eine ideale Option für ein Gästebett, das sowohl Schlafkomfort bietet, als auch Platz im Gästezimmer schafft, ist das gute, alte Schlafsofa. Damit schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Tagsüber hat der Besuch eine Sitzmöglichkeit, abends lässt es sich ohne größeren Aufwand in eine gemütliche Schlafstätte verwandeln, die auch ausreichend Platz für zwei Personen bieten kann. Am nächsten Morgen ist das Bett mit wenigen Handgriffen wieder zur Couch gefaltet und man kann sich wieder frei im Gästezimmer bewegen.

Das richtige Dekor für kleine Gästezimmer

Spiegel lassen kleine Zimmer größer wirken. Wem große Spiegel zu teuer sind, kann auch mit kleineren Spiegelelementen eine spannende Wandcollage zusammenstellen, die gleichzeitig als Wanddekoration, wie auch zur optischen Vergrößerung des Zimmers eingesetzt werden kann.

Bonus: Die Spiegelfragmente reflektieren auch das Licht auf alle mögliche Arten und Weisen, wodurch die Atmosphäre ebenfalls noch optimal mit beeinflusst werden kann.
Das richtige Schlafsofa im Gästezimmer
Unnötige Platzfresser sollten aus kleinen Gästezimmern verschwinden: wenn es einen Schrank gibt, kann die klobige Kommode entfernt werden. Dort könnte dann ein kleiner Beistelltisch, eine Garderobe, ein Wandregal mit ein paar Büchern und einer Lampe oder ein bodenlanger Spiegel Platz finden. All das macht dem Besuch den Aufenthalt gemütlicher. Allerdings sollte der Raum auch nicht überladen werden. Als Faustregel reicht ein einzelnes Möbelstück pro Wandseite aus für einen minimalistischen Einrichtungsstil, der es trotzdem nicht an Komfort mangeln lässt.

Überhaupt sollte der Platz an den Wänden gut genutzt sein. Statt Dekorationen wie Bildern oder ähnlichem, sind Kleiderhaken, die besagten Spiegel, ein oder zwei Lampen mehr oder montierte Klapptische, die als Sideboards oder Nachttische für eine Nacht fungieren können, eine funktionale und Gemütlichkeit schaffende Alternative.

Die größte Lichtquelle sollte von der Deckenlampe kommen. Eine Hängelampe oder ein kleiner Kronleuchter bilden nicht nur einen zentralen Blickpunkt im Zimmer, sondern lassen auch am Boden mehr Platz als etwa Steh- und Tischlampen.

Weiße, lange Vorhänge und Gardinen sorgen für softes Tageslicht und verleihen dem Gästezimmer gleichzeitig mehr Gemütlichkeit. Richtig drapiert tragen sie zudem dazu bei, gerade kleine Räume optisch zu vergrößern.


Fotos von www.plctb.de

Kommentar schreiben