Feng Shui im Home Office

Feng Shui im Arbeitszimmer – widerspricht sich das nicht ein wenig? Während es bei der Arbeit um Ordnung, Konzentration und Struktur geht, steht bei Einrichtungen nach Feng Shui die Harmonie und der energetische Fluss im Vordergrund. Doch diese zwei scheinbar widersprüchlichen Eigenschaften bilden zusammen eine hervorragende Grundlage für effektives Arbeiten im Büro Zuhause.

Tipps für Feng Shui im Arbeitszimmer

Wenn man sein Home Office aus Feng-Shui-Perspektive betrachtet, ist der Schreibtisch das Herzstück des Raumes. Er ist der zentrale Punkt. Darum sollte ihm besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Für ideales Feng Shui im Arbeitszimmer sollte man sich für einen Schreibtisch aus Holz entscheiden. Außerdem ist nach der asiatischen Harmonielehre ein Schreibtisch ohne Ecken ideal. Das bedeutet, runde, nierenförmige oder ovale Schreibtische sind rechteckigen oder abgewinkelten vorzuziehen.
Feng Shui im Home Office
Um einen geschützten Raum zu bilden, sollte der Schreibtisch so aufgestellt werden, dass man beim Arbeiten eine fensterlose Wand im Rücken hat. Der Blick vom Schreibtischstuhl aus sollte nicht nur in Richtung der Zimmertür, sondern auch möglichst auf alle Fenster fallen können und nicht durch andere Einrichtungsgegenstände wie Bücherregale, Zwischenwände oder Pflanzen versperrt werden. Lässt ein Raum diese Aufteilung nicht zu und muss der Schreibtisch so aufgestellt werden, dass man dann mit dem Rücken zu einem Fenster sitzt, sollte dieses mit Verdunklungsvorhängen oder hohen Zimmerpflanzen verdeckt werden.

Ebenfalls vermeiden sollte man laut Feng Shui, den Schreibtisch zwischen Tür und Fenster aufzustellen, weil das den Qi-Fluss stört. Das gilt auch für Dekorationen und Accessoires, Regale und ähnliches Mobiliar, Aktenordner und Ablagefächer, die so vor oder auf dem Schreibtisch stehen, dass Ecken und Kanten auf die Person zeigen, die im Home Office arbeitet.

Übrigens: Ein Schreibtisch nach Feng Shui sollte eine möglichst große Arbeitsfläche haben, die jederzeit möglichst aufgeräumt bleiben sollte, um Konzentration und Kreativität nicht zu stören.

Das Home Office nach Feng Shui beleuchten

Dass das richtige Licht und die passende Beleuchtung im Arbeitszimmer Wunder wirken, ist ein offenes Geheimnis. Warmes Licht macht etwa schnell müde, zu grelles Licht kann aggressiv sein und Augen und Geist überfordern. Es ist also kein Wunder, dass auch bei einem nach Feng Shui eingerichteten Arbeitszimmer Licht und Beleuchtung eine wichtige Rolle spielen.

Zuallererst sollte man im Home Office nach Feng Shui Tageslicht den Vorzug geben. Im Idealfall ist der Lichteinfall für Linkshänder rechtsseitig, für Rechtshänder linksseitig. Wenn das aus Gründen der Raumaufteilung und Fenster nicht möglich, sollte mit Schreibtischlampen und einzelnen Lichtinseln – etwa Deckenfluter oder LED-Spots – das richtige Lichtverhältnis geschaffen werden. Bei Glühbirnen und künstlichem Licht ist es empfehlenswert auf Tageslichtlampen zurückzugreifen, da diese das natürliche Licht imitieren und so weder zu dunkel noch zu hell sind.

Auch Zimmerpflanzen beeinflussen das Qi

Pflanzen sind ideal, um ein gutes Raumklima zu schaffen und vertragen sich zum Beispiel mit Holzschreibtischen, wie Feng Shui sie empfiehlt, wunderbar. Aber auch bei Zimmerpflanzen ist darauf zu achten, dass diese das Qi nicht stören.

In Büros werden oft möglichst pflegeleichte Zimmerpflanzen bevorzugt – dazu zählen etwa Kakteen, Bogenhanf, Yucca-Palmen oder der Evergreen unter den Büropflanzen, der Drachenbaum. Gemäß der Philosophie des Feng Shui haben diese Pflanzen aber alle einen Defekt: sie besitzen Spitzen und Stacheln. Für eine der Harmonielehre entsprechenden Atmosphäre im Arbeitszimmer sind Zimmerpflanzen mit runden Blättern die eindeutig bessere Wahl. Ein Gummibaum, eine Efeutute oder ein Dickblatt sind für den Fluss des Qi im Home Office deutlich besser geeignet, als Pflanzen mit stacheligen, spitzen Blättern.

Offene Regale und Ablagen vermeiden

Für ein Arbeitszimmer nach Feng Shui sind geschlossene Schränke, Sideboards und Kommoden besser geeignet, als offene Regalwände und nicht verschließbarer Stauraum. Der freie Blick auf Buchrücken, Aktenordner und Dokumentenhefter stört die Konzentration und lenkt vom Wesentlichen ab.

Sind Geschäftsunterlagen und Literatur aber hinter Schranktüren versteckt, verleiten sie nicht dazu, den roten Faden bei der Arbeit zu verlieren. Sollte mal ein Dokument oder Nachschlagewerk während der Arbeit benötigt werden, sollte man es nach Gebrauch möglichst wieder an seinen Platz räumen und während es benutzt wird, nicht die Schranktüren offen stehen lassen.

Im Idealfall finden auch Drucker, Modem und Co. in nicht direkt einsehbaren Ablagen Platz. Außerdem sollten die einzelnen Geräte dem Qi-Fluss zuliebe möglichst weit auseinander gestellt und nur angeschaltet werden, wenn man sie wirklich benötigt.

Nach getaner Arbeit sollte die Tür zum Arbeitszimmer übrigens – unabhängig vom bevorzugten Einrichtungsstil – geschlossen werden, damit Arbeit Arbeit bleibt und Privatleben Privatleben.


Foto von Alexandru Acea on Unsplash

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