Hausbau – Tipps und Infos

Ein Haus zu bauen oder neu zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Viel Zeit und Geld muss dafür investiert werden. Besonders der Innenausbau, der bei einem Neubau rund zwei Drittel der Gesamtkosten ausmacht, ist für den Bauherrn aufwändig und muss sorgsam geplant beziehungsweise ausgeführt werden.
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Tätigkeiten und zeitlicher Ablauf
Der Innenausbau beginnt, wenn die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind und nimmt einige Monate in Anspruch. Er wird meist vom Architekten mitgeplant. Bei sehr speziellen Wünschen sollte man einen Innenarchitekten hinzuziehen. Generell müssen eine Reihe von Handwerkern beauftragt werden, die parallel auf der Baustelle tätig sein können.

Zunächst sind Fenster und Türen von einer Zimmerei einzubauen. Hierbei sollte man sich mehrere Angebote verschiedener Zimmerei-Unternehmen einholen, da unter Umständen signifikante Preissparpotenziale vorliegen. Die Installateure verlegen Rohre und Leitungssysteme für die Elektro- und Sanitärtechnik. Danach können die einzelnen Räume in Angriff genommen werden, erhalten einen Estrich als ausgleichende und isolierende Basis und der Trockenbauer setzt die nichttragenden Wände ein. Anschließend werden Böden verlegt, Küche und Bad gefliest, Waschbecken und Armaturen montiert, Innentüren eingesetzt und Treppen verkleidet. Abschließend sind noch die Innenwände zu streichen und Steckdosen sowie Lichtschalter einzubauen.
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Bei den Materialien zählen Optik und Qualität
Für den Innenausbau gibt es Fenster in verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel aus Aluminium, Holz, Kunststoff oder einer Kombination. Wichtig ist, dass sie neben den optischen Anforderungen auch qualitativ hochwertig, wetterfest und leicht zu reinigen sind. Entscheidend ist dabei auch der U-Wert, der die Wärmemenge angibt, die innerhalb einer Stunde durch einen Quadratmeter des Fensters übertragen wird. Je kleiner er ist, umso besser ist die Wärmedämmung. Haustüren werden ebenfalls in den verschiedensten Materialien angeboten. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Tür witterungsbeständig ist, eine gute Schlagresistenz sowie ausreichenden Wärme- und Schallschutz bietet.

Bei den Böden gehört Laminat, der aus verschiedenen Kunststoffschichten besteht, zu den meistverkauften Materialien, da es preiswert ist und der Laminat einfach verlegt werden kann. Fertigparkett wird aus verschiedenen Holzschichten gefertigt, die verleimt und mit einem Lack versiegelt sind, um die Oberfläche vor äußeren Einflüssen zu schützen. Auch dieses Material lässt sich so einfach wie Laminat verlegen. Oder man entscheidet sich für Teppichboden. Er ist zwar nicht so pflegeleicht, bietet aber vor allem bei fehlender Fußbodenheizung in Kinderzimmern eine angenehme Bodenwärme. Wer sich für einen Steinboden entscheidet, wählt eine besonders dauerhafte und pflegeleichte Variante.
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Fotos von ©KELLER First Class Wintergardens® / www.kellerag.com

Im Trend – gesunder, barrierefreier und flexibler Ausbau
Beim Innenausbau sind derzeit vor allem Wohngesundheit, Barrierefreiheit und eine flexible Raumgestaltung gefragt. Gesunde Baustoffe und Oberflächen aus natürlichen Materialien haben eine sehr positive Wirkung auf das Raumklima. Kalk- oder Lehmputze bauen Schadstoffe ab und schützen vor Schimmel. Echtholz-Bodenbeläge sehen nicht nur natürlich aus, sondern regulieren auch den Feuchtigkeitshaushalt in den Räumen. Ein barrierefreier Innenausbau mit wenig Stolperfallen, nicht so steilen Treppen und großzügigem Bad gewährleistet, dass man auch im Alter noch gut wohnen kann.
Durch moderne Trockenbau-Lösungen erhöht sich die Flexibilität, da sich die eigenen vier Wände später je nach Bedarf schnell und kostengünstig wieder umgestalten lassen.

Eigenleistung nur in bestimmten Bereichen empfehlenswert
Wer beim Innenausbau Geld sparen und selbst Hand anlegen möchte, sollte genau überlegen, in welchem Bereich er das tun möchte. Voraussetzung dabei ist immer handwerkliches Geschick. Einige Arbeiten sollten trotzdem von Fachleuten erledigt werden, wie das professionelle Verlegen der elektrischen Leitungen und die Installation der sanitären Anschlüsse. Der Fachhandel bietet zwar alle notwendigen Materialien an, um diese Arbeiten selbst durchzuführen, aber bei einem unsachgemäßen Einbau können schwere Schäden an der Bausubstanz entstehen und die Fertigstellung um Wochen oder sogar Monate verzögern.

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