Holzmöbel umwelt- und gesundheitsschonend pflegen

Als nachwachsender Rohstoff ist Holz nicht nur eines der vielseitigsten, sondern auch der nachhaltigsten Materialien, die beim Innenausbau zum Einsatz kommen. Vor allem Designermöbel oder maßangefertigtes Mobiliar aus Massiv- und Vollholz verleihen einer Einrichtung Wertigkeit und Atmosphäre. Weil allerdings jede Medaille zwei Seiten hat, kommt auch ein Naturprodukt wie Holz nicht ohne kleinere Nachteile daher. So will Holz etwa regelmäßig gepflegt werden, um den Verwitterungsprozess bzw. Abnutzungserscheinungen aufzuhalten und das Material vor Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und daraus resultierenden Schäden zu schützen.

Zur Oberflächenbehandlung und Pflege von Holzmöbeln gibt es eine Vielzahl von Produkten. Aber nicht alle sind ausgerechnet zur Holzpflege im Innenbereich geeignet. Und eine große Anzahl der erhältlichen Lacke und Lasuren sind nicht nur gesundheits- sondern auch umweltschädlich. (Viele Produkte enthalten toxische Lösungsmittel.) Bei der Wahl eines pflegenden aber auch schonenden Indoor-Holzschutzmittels sollten darum Faktoren wie Umweltverträglichkeit, die Entsorgungsmöglichkeiten, die Auswirkungen auf die Luftqualität im Raum und die Langlebigkeit der Holzpflege beachtet werden.

Die Umweltschädlichkeit von transparenten Lasuren, Lacken und Co. reicht von hoch (etwa bei unter hohem Energieverbrauch und Schadstoffemissionen hergestellten Lösungsmitteln auf Erdölbasis) bis niedrig (wie bei Gewinnung natürlicher Öle aus dem Holzölbaum). Alle Holzpflegeprodukte müssen als Gift- bzw. Sondermüll separat entsorgt werden. Darum sollte man nur so viel kaufen, wie man auch wirklich benötigt. Wenn möglich, sollte man sich der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe immer für eine Pflegeversiegelung auf Wasserbasis oder eine Lasur aus Naturöl entscheiden, um seine Holzmöbel zu pflegen.

Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit

Vor allem im Haus sollte man sich keinen vermeidbaren Gefahren aussetzen. Denn, wie Lacke und Farben, können auch Lasuren und Holzöle ein hohes Maß an flüchtigen, organischen Verbindungen enthalten, die zur Luftverschmutzung beitragen und sogar Gesundheitsprobleme verursachen können.

Versiegelungen und Pflegelasuren können unter Umständen sogar schlimmere Auswirkungen auf die Luftqualität im Raum haben, als Farbe, weil sie – besonders auf viel genutzten Flächen wie Böden, Tischen und Stühlen – häufiger aufgetragen werden müssen. Handelsübliche Holzlacke enthalten toxische und krebserregende Inhaltsstoffe. Je nach Zusammensetzung der Inhaltsstoffe haben einige Produkte mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheit.
Holzmöbel umwelt- und gesundheitsschonend pflegen
Transparente Produkte zur Oberflächenbehandlung und Pflege von Holz halten unterschiedlich lange vor – je nach Zusammensetzung. Und sie weisen unterschiedliche Eigenschaften beim Schutz des Holzes vor Wasser, Hitze und Chemikalien auf. Lasuren auf Wasserbasis versiegeln das Holz wie ein Schutzfilm. Natürliche Ölversiegelungen dringen indes ins Holz ein, wodurch es langlebiger wird, aber äußerlich anfällig für Kratzer und Schmutz bleibt.

Tipp: Wer von den Pflegeeigenschaften beider Produkte profitieren möchte, sollte seine Vollholzmöbel zunächst mit Öl pflegen und danach eine schützende Schicht Lasur auftragen. Beide Produkte hat zum Beispiel dernaturbaumarkt24.de im Sortiment.

Holzpflege mit natürlichen Pflegeölen

Holzpflegeöle sind nur geringfügig verarbeitete Öle aus nachwachsenden Ressourcen – zum Beispiel aus Leinsamen oder der Kalonuss. Sie zeichnen sich durch eine durchschnittlich gute Wirkungsdauer aus. Natürliche Pflegeöle dringen tief ins Holz ein, um es von innen zu schützen. Darum bieten sie allerdings auch weniger Oberflächenschutz als andere Lasuren oder Lacke. Trotzdem verleihen Öle Holzmöbeln immer noch einen gewissen Schutz vor Feuchtigkeit und sind vor allen Dingen umweltverträglich.

Natürliche Öle zur Holzpflege beinhalten weniger der oben genannten flüchtigen Verbindungen, weil sie durch die Absorption von Sauerstoff aushärten, anstatt durch das Verdunsten von Lösungsmitteln, bei denen dann ein Bindemittel zurückbleibt. Allerdings müssen viele solcher Öle mit einem Verdünnungsmittel gestreckt werden, was natürlich den Anteil der flüchtigen, organischen Verbindungen erhöht. Darum sollte man nur so wenig Verdünner wie nötig verwenden und die Holzpflege etwa ein Mal im Jahr wiederholen.

Holzpflege mit Lasuren auf Wasserbasis

Auch wasserbasierte Holzlasuren zählen zu den umweltverträglicheren Alternativen bei der Holzpflege und die Zusammensetzung wird stets besser – sowohl hinsichtlich der Pflegeeigenschaften als auch hinsichtlich der Emissionen. Zusätzlich sind sie leicht anzuwenden und bei Verschütten gut zu entfernen. Da in Lasuren auf Wasserbasis in der Regel weniger scharfe Lösungsmittel, Erdölderivate und andere toxische Substanzen verarbeitet sind, wird damit die Umweltschädlichkeit dieser Produkte deutlich verringert. Reste, Flecken, Tropfen und Überschüssen können einfach mit Seife und Wasser entfernt werden.

Die meisten wasserbasierten Versiegelungen trocknen schnell. So kann man nicht nur mehrere Schichten an einem Tag auftragen, sondern ist auch nur begrenzte Zeit den flüchtigen, organischen Verbindungen ausgesetzt. Allerdings müssen solche Lasuren zügig und sorgfältig aufgetragen werden. Sie bieten einen durchschnittlich guten Schutz vor den Auswirkungen, die Wasser, Hitze und Lösungsmittel auf Einrichtungsgegenstände aus Holz haben können, halten im Vergleich zu den Pflegeölen aber nicht so lange vor.

Foto von Visually Us von Pexels


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