Interview mit Guillaume Delvigne

Portrait Guillaume DelvigneFranzösischer Produktdesigner
Wir freuen Euch das nächste Interview mit dem Franzosen Guillaume Delvigne vorzustellen.
Der französische Produktdesigner Guillaume Delvigne, der uns mit seinem Projekt „Lampen im Pixeldesign auf sich aufmerksam machte, hat uns freundlicherweise ein Interview gegeben. Wir sind sehr froh darüber diesen jungen und talentierten Produktdesigner Euch näher vorzustellen.

Hallo Herr Guillaume Delvigne. Es freut uns, dass Sie sich etwas Zeit nehmen konnten für unser Interview. Stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor.

Guillaume Delvigne: Ich ging auf die „Ecole de Design Nantes Atlantique“ in den 5 Jahren unmittelbar nach der normalen Schule. Nach einer Reise zur „Politecnico di Milano“ wurde ich diplomiert in Industrial Design. Dann fing ich an in Mailand im Büro von George J. Sowden zu arbeiten, einem ehemaligen Mitglied der Memphis. Nach 2 Jahren kam ich zurück nach Paris und begann, als freier Designer zu arbeiten. Seit 5 Jahren habe ich mit verschiedenen Designern wie RADI Designers, Delo Lindo, Marc Newson oder Cédric Ragot zusammengearbeitet. Seit 2011 habe ich mein eigenes Design Studio und arbeitet für industrielle Partner oder Editoren wie Tefal, La Redoute, Industreal, Oxyo und ähnliche. Ich habe auch an einer Edition gearbeitet mit limitierter Stückzahl für die ToolsGalerie in Paris.

Wie sind Sie zum Produktdesign gekommen und wer oder was inspiriert Sie?

Guillaume Delvigne: Produktdesign ist das, was ich tun wollte seitdem ich auf der Designschule war. Nach der Schule hatte ich Glück in einem Studio unter zu kommen, das auf Produktdesign spezialisiert war. Ein Meister, wie der italienische Designer Ettore Sottsass, der unter anderem für Olivetti gearbeitet hat und die Memphis Kollektion ins Leben gerufen hat, inspirieren mich sehr.

Was begeistert Sie am Produktdesign?

Guillaume Delvigne: Etwas, was ich am Produktdesign mag ist der Maßstab, der menschliche Maßstab, ich bin sehr zufrieden damit. Es ist eine Art von spannenden Versuch, mehr Schönheit in die alltäglichen Gebrauchobjekten zu bringen.

Wer sind Ihre Lieblingskünstler und warum?

Guillaume Delvigne: Ich liebe Künstler wie Maler Giorgio De Chirico, Magritte oder David Hockney, ich liebe ihre poetischen und manchmal surrealistische Weise der Zeichnung.

Haben Sie ein Lieblingsprodukt, wenn ja welches?

Guillaume Delvigne: Ich habe eine Menge Lieblingsprodukte, ist es schwer, nur eins zu wählen. Ich liebe die Atollo Lampe von Magistretti, für mich ist es eine fast perfekte Lampe, sehr rein und ikonisch.

Wir sind besonders auf Ihre Arbeiten „72dpi_144dpi_300dpi“ und aufmerksam geworden. Erzählen Sie uns doch etwas darüber. Was haben Sich sich genau dabei gedacht?

Guillaume Delvigne: Das war mein erstes eigenes Projekt, somit hat es einen besonderen Stellenwert für mich. Es ist ein sehr wichtiges Produkt für mich.
Es wurde zum ersten Mal für eine Ausstellung über „Rapid Prototyping“ entwickelt. Die Idee war zuerst über den numerischen Prozess und besonders die Qualität von Objekten zu sprechen, wie die Qualiät eines Bildes, von schlechter bis guter Auflösung. Danach kam die Idee es in Porzellan zu produzieren, die Textur war dabei sehr interessant mit dem Licht im Inneren und der Lichtdurchlässigkeit des Materials.
Lampen im Pixeldesign
Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

Guillaume Delvigne: Ich versuche, einige reine Objekte zu entwerfen, basierend auf geometrischen und rationalen Formen, die aber nicht zu steil oder starr sind. Ich mag es, wenn die Funktion des Objekts nicht allzu präzise ist und angemessen ist.

Haben sie zur Zeit weitere Projekte an denen Sie arbeiten?

Guillaume Delvigne: Ich arbeite derzeit an einer Reihe von Pfannen für Tefal und neue Möbel für verschiedene Editoren.

Wie sind Ihre weiteren beruflichen, künstlerischen Pläne?

Guillaume Delvigne: Ich habe nicht wirklich einen Karriereplan, aber Ich mag, wie es läuft, hätte ich nicht besser träumen können…

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft.

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