Interview mit Valerie Zilch

Portrait Valerie ZilchIm Gespräch mit Valerie Zilch

Wir freuen uns Euch das Interview mit der Produktdesignerin Valerie Zilch vorzustellen. Sie spricht mit uns über ihre Arbeiten, ihren eigenen Stil und ihr Leben in Frankfurt am Main.

Weitere Informationen findet Ihr über Valerie Zilch u. a. auf ihrer Webseite: www.valeriezilch.com. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen des Interviews!

Hallo Frau Zilch. Es freut uns, dass Sie sich etwas Zeit nehmen konnten für unser Interview. Vielleicht möchten Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen.

Valerie Zilch: Mein Name ist Valerie Zilch, ich bin 33 Jahre alt, Produktgestalterin und lebe in Frankfurt am Main.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Valerie Zilch: Nach der Schule absolvierte ich diverse Praktika bei Film- und Fernsehproduktionen in Frankfurt und Berlin. Ich entschied mich aber dann meiner eigentlichen Leidenschaft nachzugehen und Modedesign in Berlin zu studieren. Zurück in Frankfurt studierte ich an der HfG Offenbach Produktgestaltung um noch einen vielfältigeren Einblick in die Gestaltung von Produkten zu erfahren.
Seit 3 Jahren arbeite ich in Frankfurt bei einer Online Plattform für Architektur und Design.

Wie sind Sie zum Produktdesign gekommen?

Valerie Zilch: Über mein Modedesign Studium. Ich wollte mich mit Stoffen und Textilien nicht nur im Bereich Mode auseinandersetzen, sondern auch damit, wie Textilien im Wohn – und Möbelbereich eingesetzt werden und welche Entwicklungen im Bereich der technischen Textilien Einfluss nehmen.
Portrait Valerie Zilch
Haben Sie ein Lieblings-Möbelstück? Welches wäre das?

Valerie Zilch: Eines meiner Lieblingsstücke ist ein Sekretär meiner Großmutter, der nun einen Platz in unserer Wohnung gefunden hat. Mit diesem verbinde ich viele schöne Erinnerungen.

Von was und wem lassen Sie sich in Ihrer tagtäglichen Arbeit inspirieren?

Valerie Zilch: Inspirieren lasse ich mich von dem, was ich (täglich) sehe und wahrnehme. Das können Gespräche sein, Ausstellungen, Blogs oder einfach nur beim Bummeln durch die Straßen.

Wir sind besonders auf Ihr Projekt „kaja“ aufmerksam geworden. Erzähl uns doch ein paar Details darüber.
Lampe Kaja
Valerie Zilch: Die Intention war es, eine traditionelle Fertigungstechnik wie das Stricken aufzunehmen und zu experimentieren, welche Möglichkeiten sich aus den neuen Technologien ergeben. Ich hatte mich bereits intensiv mit diesem Thema in meiner Diplomarbeit beschäftigt. Entstanden ist damals ein Sitzmöbel mit einem 3d-gestrickten Bezug.
Über ein traditionelles Handwerk können mit neuen Materialien und neuen Maschinen innovative Möglichkeiten ? auch automatisiert ? erreicht werden, ohne den traditionellen Hintergrund außer Acht zu lassen. Wundervolle Muster und individuelle Formen können gestrickt werden.

Kaja ist eine Leuchte, die aus einem, wahlweise auch doppelt gelegten, 3d-gestrickten Lampenschirm besteht. Das Material ist hitzebeständig und flexibel. Durch das Strickverfahren entstehen keine Nahtstellen. So lassen sich individuelle Formen gestalten und unterschiedliche Lichtschattierungen können entstehen. Die Wahl des Strickmusters und der Maschengrößen kann individuell entwickelt werden.

Wir würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

Valerie Zilch: Ich habe eine große Vorliebe für schöne Stoffe, Muster und Farben. Ich würde meinen Stil eher als minimalistisch beschrieben, allerdings mit einem Hang zu ausgefallen Details.

Wenn eine große Möbelkette auf Sie zukommen würde. Käme für Sie eine Zusammenarbeit in Frage?

Valerie Zilch: Warum nicht – es ist doch eine große Herausforderung in Serie zu produzieren.

Wie sieht Ihre Wohnung aus: Wohnen Sie mit Ihren eigenen Produkten?

Valerie Zilch: Unsere Wohnung ist eine Mischung aus eigenen Produkten, eine Auswahl an Möbeln und Accessoires aus den 60er Jahren und aktuellen Designobjekten. Zwischendrin findet sich auch ein antiker Sekretär. Wir möchten uns auf keinen bestimmten Stil festlegen. Es muss uns einfach gefallen.

Wie sind Ihre weiteren beruflichen Pläne?

Valerie Zilch: Einen offenen Blick bewahren und sich stetig weiterentwickeln und inspirieren lassen.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft.

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