Nicht nur für Minimalisten: Inspiration für effizientes Aufräumen

Nicht erst seit dem Erfolg von Aufräum-Expertin Marie Kondo, ist Ordnung halten für viele Menschen ein Thema, das sie in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Ob man zu müde ist, zu schlecht organisiert, zu beschäftigt oder einfach nicht gerne aufräumt und putzt: man kann sich mit ein paar hilfreichen Tipps das Leben deutlich erleichtern. Auch beim Putzen und Ordnung halten kann man nämlich getreu dem Motto „kleine Menge, große Wirkung“ verfahren und so viel Zeit und Nerven sparen.

Die richtigen Worte, in der richtigen Reihenfolge, können genau den richtigen Nerv treffen und kleine Sprüche, Weisheiten und Mottos können einem sogar helfen, schlechte Angewohnheiten abzulegen und neue Routinen zu etablieren. Aufräumen und Ordnung halten bildet da keine Ausnahme.
Nicht nur für Minimalisten: Inspiration für effizientes Aufräumen

Einen Aufräum-Leitfaden entwickeln

Mit fünf einfachen Regeln, wird das Aufräumen, Entrümpeln und Aussortieren ein Klacks.

  1. Habe ich den Gegenstand in den letzten 12 Monaten genutzt? – Ist man beim Aufräumen unentschlossen, ob man sich von einem Gegenstand oder Kleidungsstück trennen sollte, reicht es, sich die Frage zu stellen, wann man es das letzte Mal genutzt hat. Wurde es nicht seit dem letzten Herbst getragen, benutzt oder wertgeschätzt, ist es an der Zeit, sich davon zu verabschieden.
  2. Werde ich den Gegenstand in den nächsten 12 Monaten benutzen? – Hierbei geht es nicht darum, dass man etwas benutzen oder brauchen könnte, sondern darum, wie wahrscheinlich man etwas anziehen oder verwenden wird. Besteht kein Bedarf oder hat man nicht wirklich vor, das zu tun, ist die Antwort „Nein“ und die Konsequenz die Trennung.
  3. Würde ich den Gegenstand heutzutage noch mal kaufen? – Funktioniert er noch? Passt er noch? Hat man ein Pendant, das man häufiger verwendet? Mag man es überhaupt noch? Man ändert bisweilen seinen persönlichen Geschmack, seine Bedürfnisse und Gewohnheiten. Wer sich bewusst mit dem, was er hat, auseinandersetzt, dem fällt die Wahl leicht, eine Antwort zu finden.
  4. Lohnt sich eine Reparatur, wenn etwas kaputt ist? – Wenn man sich von unfunktionalen Dingen nicht trennen kann, sollte man überlegen, ob man es denn wirklich verwenden würde, wenn es noch ganz wäre (siehe Frage Nr. 3). Gegebenenfalls sollte man die Kosten für eine Reparatur gegen die Kosten für die Anschaffung eines Ersatzes aufwiegen. Und man sollte sich fragen: Gebe ich es wirklich in Reparatur? Und wenn ja, wann?
  5. Würde ich das mitnehmen, wenn ich umziehen würde? – Wäre der Gegenstand es wert, eingepackt, umgezogen und in der neuen Bleibe ausgepackt zu werden? Bei Umzügen tendieren die Menschen dazu, etwas schonungsloser und ehrlicher mit sich selbst zu sein, wenn es darum geht, wovon man sich trennt und was man ins „neue Leben“ mitnimmt. So ein Gedankenspiel kann darum die Entscheidung unterstützen, sich beim Ordnung machen, von Dingen zu trennen.

Beispiele für Aufräum-Mottos zur Eigenmotivation

Beispiele für Aufräum-Mottos zur Eigenmotivation

Um sich selbst ein Motto zur Motivation für Haushalt und Ordnung schaffen zu kreieren, können diese Beispiel-Sätze vielleicht eine gelungene Inspirationsquelle sein:

Behalte nichts im Haus, von dem Du nicht weißt, dass nützlich oder schön ist. – William Morris

Du brauchst nur Dinge, die Freude entfachen. – Marie Kondo

Weniger zu besitzen ist besser, als mehr organisieren zu müssen. – Joshua Becker

Jeder Besitz, der nicht zu deinem Leben oder deiner Freude beiträgt, wird irgendwann zu Ballast. – John Robbins

Unordnung ist nichts weiter als aufgeschobene Entscheidungen. – Barbara Hemphill

Manche Dinge kosten uns sehr mehr, wenn wir sie behalten, als zum Zeitpunkt des Kaufes. – Neeraj Agnihotri

Wer sich ein geeignetes Motto, einen inspirierenden Spruch zum Aufräumen, Aussortieren und Ordnung halten ausgedacht oder ausgesucht hat, sollte ihn sich aufschreiben und an einer Stelle aufhängen, festklemmen oder anderweitig fixieren, wo man ihn regelmäßig sieht und liest.

Dieser regelmäßige Alltags-Reminder hilft dabei, sich selbst zur Verantwortung zu ziehen und mit dem richtigen Mindest jedem Tag einem anderen Raum 20 Minuten seiner wertvollen Zeit zum Abstauben, Aufräumen und Ordnen zu widmen.


Fotos von www.gardentrading.co.uk

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