Tipps für den Sofa-Kauf

In aller Regel ist das Sofa das größte Möbel im Wohnzimmer. Als Kernstück der Einrichtung bestimmt es hauptsächlich die Atmosphäre im Raum. Sideboard, Teppich und Wohnzimmertisch sind eher Weichzeichner des großen Ganzen. Entsprechend sollte der Couch beim Kauf die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn im besten Fall gestalten sie das Bild der Wohnzimmereinrichtung viele Jahre lang mit. Damit das der Fall ist, gibt es beim Kauf eines neuen Sofas ein paar Dinge zu beachten.

Woran man eine Qualitätscouch erkennt

Es gibt einige universelle Merkmale, an denen man die Qualität eines Sofas erkennen kann. Die Qualität wiederum hat Auswirkungen auf die Langlebigkeit der Couch. Deshalb sollte man nicht zum nächstbesten Möbel greifen, nur weil das Design oder Polstermuster ansprechend gestaltet ist.

Es ist zu empfehlen, beim Kauf eines Sofas, einen näheren Blick auf die Nähte zu werfen. Sind die Nähte gerade, präzise und engmaschig? Dann hat die Couch den Test der Verarbeitung des Sitzbezuges schon einmal bestanden.

Auf keinen Fall verzichten sollte man auf den Sitztest. Knarzt das Sofa beim Sitzen, Rutschen, Herumlümmeln? Dann besser auf den Kauf verzichten. Eine hochwertige Couch ist auf einem Massivholzrahmen mit Stahlwellenfedern aufgebaut. Und dieser gibt auch bei hohen Belastungen keinen Ton von sich.
Tipps für den Sofa-Kauf
Außerdem kann man beim Probesitzen feststellen, ob sich der Sofabezug verschiebt oder verändert. Auch das ist ein einer eher minderwertigen Verarbeitung des Polsterbezuges geschuldet. Der Kauf sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es sich um eine Übergangscouch handelt.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Geruchsprobe. Eine gute Couch darf keine scharfen, stechende Gerüche abgeben. Natürlich darf sie nach neuem Möbel riechen, aber nicht nach Chemikalien und Schadstoffen.

Tipp: TÜV-, Qualitäts- und Gütesiegel geben einen guten Hinweis auf die Hochwertigkeit einer Couch.

Worauf man beim Sofakauf achten sollte

Dank des offenen Raumes auf großer Fläche kann selbst die ausladendste Sofalandschaft im Möbelhaus mickrig wirken. Ein Maßband oder Meter darf beim Sofa-Shopping auf keinen Fall fehlen. Im besten Fall wurde auch vorher das Wohnzimmer ausgemessen, um mögliche Stellvarianten zu vergleichen, vor allem aber, um den Platzverbrauch der neuen Couch im Zimmer abschätzen zu können. Mit einem Maßstabsplan des Zimmers erhält man einen besseren Eindruck davon, wie die Couch später Zuhause wirkt.

Die Lebensumstände geben nicht selten die Entscheidung vor: Ist das Sofa für eine Studentenbude gedacht, für eine Familie mit Kindern oder eine vorausschauende Anschaffung für Herrschaften des gesetzteren Alters? Je nachdem können Sitztiefe und -höhe, Komfortanspruch und Polsterungsart variieren. Ältere Menschen bevorzugen nicht selten höhere Sofas mit festerer Polsterung, weil ihnen diese das Aufstehen erleichtert. Junge Menschen lümmeln lieber oder turnen auf dem Sofa herum. Da kann es ruhig eine weiche Polsterung sein.

Der Sofabezug ist zwar einerseits eine Frage des persönlichen Geschmacks. Doch ein paar Kriterien sollte man auch hierbei beachten. Sind etwa Haustiere vorhanden, die sich an der Couch auslassen könnten, ist von feinen Stoffen abzuraten. Sind Kinder im Haushalt, sollte zu pflegeleichten Bezügen gegriffen werden, die waschbar und schmutzresistent sind. Möchte man lange Freude an der Farbechtheit der Couch haben, dann lieber nicht zu Lederbezügen greifen. Kunstfasern in dunkleren Farbnuancen halten starker Sonneneinstrahlung am besten Stand.

Tipp: Stoffbezüge neigen früher oder später zur Knötchenbildung (sogenanntes Pilling). Diese können mit einem Fusselrasierer schonend entfernt werden.

Weitere Tipps zum Couch-Kauf

Für den Kauf eines hochwertigen, möglichst langlebigen Sofas sollte man mindestens eine geringe vierstellige Summe einplanen. Die konkreten Preise variieren natürlich je nach Sitzplatzanzahl, Bezugsart, Multifunktionalität, Anreihmöglichkeit. Nach oben sind den Preisen für Sofas keine Grenzen gesetzt.

Die Füße verändern den kompletten Effekt einer Couch und können noch einmal ein ganz neues Feeling entstehen lassen. Auch hier ist Ausprobieren eine gute Möglichkeit, einen ungefähren Eindruck von der Wirkung des Sofas mit anderen Füßen zu bekommen.

Gutes Aussehen ist nicht alles: Auch wenn das Designersofa mit seinen verchromten Streben, dem schlanken Look und der dünnen, aber exklusiven Ledersitzfläche noch so reizvoll aussieht, solche Couches sind selten für einen längeren Aufenthalt entworfen und gedacht. Wenn’s nur um die Optik gehen soll, sollte das Sofa in einem Raum Platz finden, in dem es nur spartanisch genutzt wird.

Foto von www.thewoodroom.com.au

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