Von Italien aus in die Welt: Der Siegeszug des Sitzsacks

Dass Italien in Sachen Design und Möbel seit Jahrzehnten – wenn nicht gar Jahrhunderten – seine Pole Position erfolgreich verteidigt, ist ein offenes Geheimnis. Was weniger bekannt ist: In Italien wurde auch der Sitzsack erfunden. Ein gemütliches Sitzmöbel, das sich im Kinderzimmer Zuhause ebenso oft findet, wie in Lounges und Strandbars im öffentlichen Raum. Der Grund ist klar. Die Bean Bags sind einfach urgemütlich und laden zum Lümmeln geradezu ein. Egal, ob auf der Terrasse, im Hobbyraum oder im Schrebergarten. Wo immer es eine Rückzugsmöglichkeit gibt, ist der Sitzsack nicht weit.

Der erste Sitzsack war Mailänder

Entstanden ist der erste Sitzsack der Welt unter der Regie dreier italienischer Architekten. Ihre Mission? Ein Sitzmöbel zu erschaffen, das sich ähnlich wie Schnee oder Sand an die Körperform anpasst und das Sitzen so einerseits bequem, andererseits ergonomisch macht. Heraus kam der erste Sitzsack der Welt. Unter dem Namen „Sacco“, was nichts anderes als „Sack“ heißt, wird er bis heute von Mailand aus weltweit vertrieben. Das Licht der Welt erblickte der erste Sitzsack im Jahre 1979.
Von Italien aus in die Welt: Der Siegeszug des Sitzsacks
Prototypen wurden mit allen möglichen Materialien gefüllt, um die gewünschten Komfortmerkmale zu erreichen. Selbst mit Blei und Wasser experimentierte das Mailänder Architektentrio Gatti, Paolini und Teodoro. Erst mit den Eigenschaften von kleinen Styroporkügelchen waren sie dann zufrieden. Es reichte ein Foto in einer landesweiten, amerikanischen Zeitung, um den Sitzsack zu Ruhm und Popularität zu verhelfen. Erste Modelle vertrieb die Supermarktkette Macy’s im großen Stil und verbreitete den Sitzsack so in den Vereinigten Staaten.

Sitzsäcke in verschiedenen Formen

Die Gemütlichkeit des Sitzsacks manifestiert sich in seiner Form. Von Anfang an wurde das Sitzmöbel in einer an Tropfen erinnernden Form hergestellt. Bis heute ist dies die beliebteste Form der Sitzsäcke. Mittlerweile sind aber auch Designs wie Sitzsäcke in diversen geometrischen Formen oder angelehnt an Tierformen gängig. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Sitzsäcke, die stark an traditionelle Wohnzimmermöbel wie Sofa und Sessel erinnern. Sie sind etwas stabiler und geben weniger nach, als klassische Sitzsäcke.
Der Siegeszug des Sitzsacks
Fotos von www.satamo.de

Je nach Form können Sitzsäcke auch unterschiedliche Verwendungszwecke erfüllen. Während die weniger nachgiebigen Designs durchaus auch als Stuhlersatz etwa in Wartezimmern oder modernen Büroumgebungen zum Einsatz kommen können, sind die weicheren Sitzsäcke üblicher Weise im privaten Bereich zu finden. Etwa als knautschige Möbelgarnitur im Jugendzimmer oder als Lümmelecke auf der Terrasse. Eins ist sicher: Bequem sind die gefüllten Sessel allemal. Außerdem sind sie in aller Regel pflegeleicht und machen so einiges mit.

Die variantenreiche Welt des Sitzsacks

Es gibt den Sitzsack günstig oder in der Luxusvariante entsprechend hochpreisig zu kaufen. Je nach Verwendung hat man die freie Wahl. Es gibt XXL-Riesensitzsäcke für den Outdoorbereich ebenso wie kleine Sitzsäcke in Hockerform fürs Wohnzimmer. Man kriegt sie in strengen oder zurückhaltenden Farben ebenso wie in quietschbunter Ausführung. Auch das Material variiert je nach Anspruch und Preisklasse. Besonders hochwertige Sitzsäcke können sogar als Ledersitzsack erworben werden. Je nachdem, wie und wo der Sitzsack also eingesetzt werden soll, lohnt sich ein Blick auf verschiedene Sitzsäcke im Vergleich. Denn das Modell im Poolhaus sollte sicher andere Ansprüche erfüllen, als der Sitzsack, der einem tobenden Kind standhalten muss.

Kommentar schreiben