Winter 2021: Ein guter Zeitpunkt, die Wohnung zu verkaufen?

Generell gilt der Frühling als beste Jahreszeit, um sein Haus oder seine Wohnung zu verkaufen. Eltern suchen nach einem neuen Eigenheim bevor das neue Schuljahr startet, das Wetter ist ideal für Besichtigungen und Open Houses und freistehende Häuser haben eine ganz andere Wirkung, wenn das Grün um sie herum in voller Blüte steht. Aber die Vorstellung einer idealen Jahreszeit zum Hausverkauf muss man auch differenziert betrachten. In Wahrheit müssen manchmal Wohnungen und Häuser eben auch im Winter verkaufet werden – ganz egal, ob das die ideale Jahreszeit ist oder nicht. Genauso gibt es auch Käufer, die ihr Eigenheim vor Frühlingsbeginn kaufen wollen oder müssen. Wer sein Haus oder seine Wohnung im Winter verkaufen muss oder möchte, sollte folgende Aspekte beachten.

Weniger Häuser auf dem Markt

Da viele, wenn nicht die meisten Menschen, in der warmen Jahreszeit ihre Eigenheime verkaufen, ist der Häuserbestand im Winter am niedrigsten. Das gilt vor allem für die Zeit um die Feiertage herum. Die wenigsten Hausverkäufer wollen sich diesem Aufwand ausgerechnet während der Weihnachtsplanung widmen.

Für Verkäufer bedeutet ein geringerer Häuserbestand am Markt aber auch, dass es weniger Konkurrenz für interessierte Käufer gibt. Statt fünf zu verkaufende Häuser und Wohnungen in der gleichen Lage, finden Interessenten im Winter dann eben nur das eine. Und selbst wenn die Feiertage manch einen davon abhält, sich der Häusersuche zu widmen, gibt es immer auch diejenigen, die vielleicht aufgrund eines Jobwechsels oder aus anderen, unveränderlichen Gründen umziehen müssen und sich nicht leisten können, lange zu warten.

Die Kaufabsicht ist hoch

Wer im Winter nach einem Eigenheim sucht, ist in seiner Kaufabsicht üblicher Weise gefestigter. Die meisten „Winterkäufer“ sind von Lebensumständen angetrieben, die es ihnen nicht erlauben, bis Frühling zu warten. Andere sind vielleicht schon eine ganze Weile auf der Suche und möchte endlich ein Eigenheim kaufen, bevor die Anzahl an Mitinteressenten im Frühjahr exponentiell zum Häuserbestand am Markt auch wieder steigt. Wer ein vernünftiges Haus anbietet, das hübsch in Szene gesetzt ist, wird auch im Winter seriöse Interessenten begeistern können.

Denn gerade während der Feiertagssaison wollen die Leute nicht lange fackeln und versuchen Verträge schneller unter Dach und Fach zu kriegen, anstatt lange das Für und Wider von diversen Häusern und Wohnungen abzuwägen. Für Verkäufer kann das ein großer Vorteil sein. Denn sie werden weniger Zeit mit Verhandlungen verbringen, aber auch damit, Besucher durch die eigenen vier Wände zu führen oder 20 Besuche ohne ernsthaftes Interesse seitens der Kaufwilligen zu vereinbaren und zu timen.

Winter kann die Umgebung und die Nachbarschaft aufwerten

In Deutschland erhellen fast 20 Milliarden Lämpchen und Leuchten die dunkle Winterzeit. Dekoration im Innern und draußen, an Fenstern und Balkonen, Häuserfassaden, Dächer und in Gärten lassen die unmittelbare Umgebung und Nachbarschaft in einem ganz besonders schönen Licht erstrahlen. Diese gemütliche Dekoration löst bei den Menschen genau das warme, wohlige Gefühl aus, das sie gerne mit einem Ort, an dem sie potentiell leben möchten, assoziieren wollen: nachbarschaftlich, heimelig, einladend.
Hausverkauf im Winter

Der Winter kann die Isolierung des Hauses beweisen

Ob Passivhaus oder top-saniert und isoliert, nagelneue, energieeffiziente Fenster – im Winter achten Kaufinteressenten umso mehr auf das Wesentliche der Neben- und Betriebskosten, sowie auf die Energieeffizient. Im Winter brauchen sie sich nicht auf wahrheitsgemäße Angaben oder warme Worte verlassen. Stattdessen spricht das Haus für sich. In solchen Fällen kann der Winter potentiell Vorteile des zu verkaufenden Hauses in den Fokus rücken, die im Sommer schwer zu beurteilen wären.

Auf den Hausverkauf im Winter vorbereitet sein

Der Hausverkauf im Winter birgt seine ganz eigenen Herausforderungen. So vorbereitet kann er trotzdem gelingen:

– Der Verkauf kann länger dauern: Im Schnitt dauert der Hausverkauf im Winter am längsten. Mit bis zu 2 Monaten sollte man rechnen. Die tatsächliche Dauer ist aber natürlich auch von verschiedensten Faktoren des örtlichen Marktes, der Nachfrage und Lage abhängig.

– Die Klärung der Finanzierung könnte sich verzögern: Während der Feiertage sind die Banken geschlossen. Es kann also sein, dass ein Käufer mehr Zeit benötigt, um seine Finanzierung mit der Bank zu vereinbaren – kurz vor Weihnachten oder zwischen den Jahren etwa.

– Mit Unterbietung muss man rechnen: Käufer werden Verkäufer in dieser Jahreszeit gerne mal mit Angeboten unter Wert testen. Sie gehen davon aus, dass man einigermaßen verzweifelt nach einem Käufer sucht, wenn man zu dieser Jahreszeit verkauft. Darauf sollte man nicht hereinfallen und sein Haus zu einem angemessenen Preis veräußern.

– Das Licht optimieren: In den kurzen Wintertagen ist es draußen oft dunkel, wenn Kaufinteressenten das Objekt ihrer Begierde besichtigen. Mit heller, einladender Beleuchtung kann man die Wohnung dennoch optimal ausleuchten: warme Lampen gegen kaltes Licht tauschen macht den Raum heller und in dunkleren Ecken sollten zusätzliche Spotlights angebracht werden.

– Flexibilität während der Feiertage: Zwischen den Jahren möchte man am liebsten entspannen und eine Pause vom Hausverkauf machen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass für viele potentielle Käufer genau diese (arbeits-)freie Zeit perfekt für Häuserbesichtigungen ist. Hier sollte man versuchen, entgegenkommend und flexibel zu sein.

Die beste Zeit für den Hausverkauf? Wenn man bereit dafür ist!

Der Winter mag nicht immer die ideale Jahreszeit für einen Hausverkauf sein (Feiertage, Kälte, Dunkelheit usw.). Doch Tausende Menschen kaufen und verkaufen auch im Winter Eigenheime. Wer seine Wohnung oder sein Haus im Winter – oder zu jeder anderen Jahreszeit, denn jede Saison kommt mit ihren ganz eigenen Herausforderungen – verkaufen muss oder will, kann sich hier informieren, worauf es im besonderen zu achten gilt.


Fotos von Max Vakhtbovych von Pexels

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